Blutdruckmesser

Etwa ein Drittel der Erwachsenen aller Altersgruppen geht mit einem erhöhten Blutdruck durchs Leben. Die Hyperthonie betrifft im Alter ab 70 bereits 75%, aber auch jüngere Menschen sind zunehmend davon betroffen. Die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks hilft dabei, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Mit dem richtigen Messgerät kann jeder zu Hause selbst die Werte kontrollieren und einem erhöhten Blutdruck mit Hilfe eines Arztes oder durch Änderung seiner Lebensweise entgegenwirken.

Blutdruck messen mit einem Blutdruckmesser

Blutdruckmesser für den Hausgebrauch bemessen die Oszillation, das heißt die Schwankungen des Druckes der Pulswellen. Es gibt Geräte für den Oberarm, das Handgelenk und die Finger, wobei letztere wegen ihrer Ungenauigkeit nicht empfohlen werden.
Zur Messung wird eine Manschette angebracht, die mit Luft vollgepumpt wird. Anschließend wird diese langsam wieder abgelassen und das Gerät misst den Puls. Hierbei ergibt sich ein systolischer (hoher) und diastolischer (niedriger) Wert.
Um einen möglichst genauen Wert zu erhalten sollte man vor der Messung Stress und Hektik vermeiden und auf Kaffee und Tabak eine Weile verzichten. Empfohlen wird eine Ruhephase von etwa fünf Minuten vor der Messung und eine aufrechte Sitzhaltung ohne viel Bewegung. Bei Handgelenkmessgeräten muss der Arm auf Herzhöhe gehalten werden.Blutdruckmesser

Oberarm-Blutdruckmesser

Ein Oberarm-Blutdruckmesser hat den Vorteil, dass die Manschette automatisch in Herzhöhe angebracht ist und Bewegungen nicht so schnell das Ergebnis beeinflussen. Zu beachten ist hier, dass man die Manschette nicht über der Kleidung anbringt und das Ergebnis durch Abklemmung der Blutwege verfälscht. Die Handhabung eines Oberarm-Blutdruckmessers ist nicht ganz so einfach wie die eines Handgelenkgerätes, dafür aber genauer bei der Messung. Bei bestimmten Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Arteriosklerose wird daher das Oberarmgerät empfohlen.

Blutdruckmesser zur Bluthochdruckkontrolle

Als idealer Blutdruck gilt ein Wert von etwa 120 zu 80, also 120 mmHg systolischer und 80 mmHg diastolischer Blutdruck. Ab 130:85 spricht man von hochnormalem Blutdruck, ab 140:90 von mildem Bluthochdruck. Darüber spricht man ab 160:100 von mäßigem und bei Werten über 180:110 von schwerem Bluthochdruck. Ständig hoher Blutdruck beansprucht die Schlagadern und es kommt vermehrt zu Ablagerungen und Kalkbildung. Desto enger die Gefäße werden, desto mehr erhöht sich wiederum der Blutdruck. Das Herz muss mehr leisten und kann ernsthaft geschädigt werden. Die Folgen können Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Nierenversagen und selbst Netzhautschäden an den Augen sein, bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Risikofaktoren sind Übergewicht und chronischer Stress, Bewegungsmangel, Tabak- und übermäßiger Alkoholkonsum. Auch Speisesalz ist teils für den Blutdruck verantwortlich.
Durch die regelmäßige Kontrolle kann der Arzt ermessen, welches blutdrucksenkende Mittel in welcher Dosierung benötigt wird, um den Blutdruck zu normalisieren. Für die Selbstkontrolle ist die Messung hilfreich, um selbst abschätzen zu können, welche Umstände positive oder negative Einflüsse haben.

Blutdruckmesser im Test

Die Deutsche Hochdruckliga testet regelmäßig neue Geräte für Oberarm und Handgelenk und erteilt offizielle Prüfsiegel. Ein gutes Blutdruckmessgerät zeigt nicht nur die Blutwerte und den Puls an, sondern erkennt auch, wenn der Patient sich zu sehr bewegt hat, seine Herzfrequenz unregelmäßig ist oder die Manschette nicht richtig angelegt wurde. Ein Datenspeicher und eine Warnung, wenn die Batterie gewechselt werden muss, zeichnen ebenfalls ein gutes Gerät aus.