Niedriger Blutdruck

Viele Menschen beginnen ihren Tag freudlos und schlapp. Gleichgewichtsstörungen und Schwindelgefühle machen das Aufstehen zur Qual. Vielleicht leiden sie an einem niedrigen Blutdruck, der sogenannten Hypotonie. Solange alle Organe ausreichend durchblutet werden, gilt die Hypotonie nicht als eigenständige Krankheit. Trotzdem ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und die Organe untersuchen zu lassen. Eine Hypotonie kann auch ein Hinweis für schwerwiegende Krankheiten sein.

Niedriger Blutdruck Symptome

Blutniederdruck kann zu Gesundheitsbeschwerden führen. Der Körper antwortet auf verminderte Durchblutung mit einer ansteigenden Herzfrequenz, mitunter bis zum Herzrasen. Menschen mit niedrigem Blutdruck haben oft kalte, zittrige Hände, und kommen nicht richtig in die Gänge. Sie leiden unter Sehstörungen, „sehen Sternchen“, und werden von hartnäckigem Ohrensausen geplagt.

Konzentrationsstörungen, begleitet von einem dauerhaften Benommenheits-Gefühl werden von sporadisch auftretenden stechenden und pulsierenden Kopfschmerzen abgelöst. Schwindelgefühle und Ohnmacht treten auf. Gleichzeitig klagen Patienten über Atemnot und Herzstechen. Selbst die „vornehme“ Blässe ist eine Folge verengter Blutgefäße. Gleichfalls eine Reaktion des Körpers, um Blut hauptsächlich ins Herz und ins Gehirn zu leiten.

Niedriger Blutdruck Ursachen

Hypotonie kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Flüssigkeitsmangel. Gerade bei extremer Hitze und starkem Schwitzen. Auch bei Durchfall oder Erbrechen verliert der Körper Flüssigkeit. Dabei verringert sich die Menge an zirkulierendem Blut. Dauerstress kann Blutniederdruck weiter absinken lassen. Zuerst hebt negativer Stress den Blutdruck an, solange bis die regulative Körperfunktion ihren Dienst versagt. Ebenso kann Blutniederdruck oder die Neigung dazu vererbt werden. Eventuell ist dann das körpereigene System gestört, das den Blutdruck reguliert. Niedriger Blutdruck tritt auch als Folgeerscheinung anderer Krankheiten auf. Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine Schilddrüsen-Unterfunktion vorliegt, eine Herzerkrankung oder weitere Störungen. Wenn sich das Allgemeinbefinden schlagartig ändert, ist ein Besuch beim Hausarzt anzuraten.

In manchen Fällen versackt das Blut beim schnellen Aufstehen in den Beinen. Die Blutzirkulation erreicht kaum mehr das Gehirn. Dies kann auf Störungen des autonomen Nervensystems hinweisen, wie etwa bei Diabetes Mellitus. Auch bei Nervenschädigungen im Gehirn, verursacht durch Morbus Parkinson und andere Krankheiten, kann es zu Schwindel und Ohnmacht beim Aufstehen kommen.Niedriger Blutdruck

Optimaler Blutdruck

Gemessen wird der Blutdruck in Millimeter Quecksilbersäule, geschrieben „mmHg“. Bei jedem Herzschlag wird Blut ausgeworfen. Diesen Moment hält der obere Messwert fest. Die Entspannungsphase, wenn sich das Herz wieder mit Blut füllt, entspricht dem unteren Messwert.

Der Begriff Blutdruck beinhaltet den Druck in den großen Arterien. Bestimmt wird dieser Druck einerseits von der Elastizität und dem Widerstand der Gefäßwände, andererseits von der Blutmenge, die pro Herzschlag in den Kreislauf befördert wird. Optimal ist ein Blutdruck von 120 zu 80 mmHg. Normale Werte im oberen Bereich bewegen sich zwischen 105 und 139, während sie im unteren Bereich zwischen 65 und 99 liegen.

Niedriger Blutdruck – wann ist der Blutdruck zu niedrig?

Ein niedriger Blutdruck liegt vor, wenn in der oberen Skala weniger als 105 und in der unteren Skala weniger als 65 mmHg gemessen wird. Zahlreiche Menschen müssen damit leben. Solange alle Organe mit ausreichend Blut versorgt werden, ist ein niedriger Blutdruck nicht bedrohlich. Allzu niedrige Werte können dagegen zu Kreislaufkollaps und Ohnmacht führen.

Oftmals bleibt der Blutdruck niedrig ohne erkennbaren Grund. Insbesondere junge Menschen ohne Bewegung sind davon betroffen. Bemerkenswert, dass häufig junge schlanke Frauen darunter leiden.
Während der Schwangerschaft ist niedriger Blutdruck anfangs normal. Für Mutter und Kind

wird es erst gefährlich, wenn der Körper nicht wieder zu seinen normalen Werten zurückfindet.

Was tun bei niedrigem Blutdruck?

Eine Therapie bei niedrigem Blutdruck wird von der Ursache bestimmt. Wenn der Blutdruck nur geringfügig zu niedrig ist, helfen allgemeine Hausmittel weiter. Bewegung in der frischen Luft ist sehr zuträglich. Bei regelmäßigem Sport kommt der Kreislauf in Schwung. Alle Organe werden durchblutet. Speziell Ausdauersport regt den Kreislauf längerfristig an. Für zwischendurch wirkt eine Dusche mit raschen Wechseln von warmem zu kaltem Wasser. Warmes Wasser dehnt, kaltes Wasser strafft die Blutgefäße.

Mit einem Blutdruckmesssgerät für das Handgelenk oder den Oberarm läßt sich ein niedriger Blutdruck auf einfache Weise testen und überwachen.

Eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen ist für den richtigen Blutdruck wichtig. Natrium findet sich in Salz und in Mineralwasser. Es verbessert das Gleichgewicht der Elektrolyte im Blut, und erhöht den Blutdruck. Auf ein Glas Zitronensaft mit Salz und Zucker springt der Körper schnell an. Zwei bis drei Liter Wasser am Tag halten außerdem das Blutvolumen stabil. Zudem beugt eine vollwertige Ernährung mögliche Mangelerscheinungen vor. Empfehlenswert sind Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse mit reichlich Proteinen, Vitamin B und C.